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Ablenkung im Straßenverkehr

Symbolbild Ablenkung E-Scooter-Fahrerin mit Handy in der Hand
Ablenkung im Straßenverkehr
Das Mobiltelefon gilt als häufigste Ablenkungsgefahr im Straßenverkehr. Hätten Sie es gewusst? Bei 50 Stundenkilometern eine Sekunde aufs Handy geschaut bedeutet 14 Meter im „Blindflug“.

Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert jederzeit die volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen. Eine kurze Unaufmerksamkeit kann nicht nur zu gefährlichen Verkehrssituationen oder riskanten Fahrmanövern, sondern auch zu schlimmen Unfällen führen. 

Experten gehen davon aus, dass das Mobiltelefon die häufigste Ablenkungsgefahr darstellt. Dabei ist es egal, ob jemand als Fußgänger, Radfahrer oder Fahrzeugführer unterwegs ist. Das Unfallrisiko steigt, sobald sich der Verkehrsteilnehmer oder die Verkehrsteilnehmerin nicht mehr voll auf das Verkehrsgeschehen konzentriert.

Wie wirkt sich Ablenkung auf die Verkehrssicherheit aus?

Der Mensch ist nur bedingt fähig, mehrere Tätigkeiten zur gleichen Zeit oder in schnellem Wechsel auszuführen. Bei verschiedenen Aktivitäten bekommen wir nur einen Teil der gleichzeitig ausgeführten Handlungen mit. Während wir uns auf eine Sache konzentrieren, blenden wir also andere Sinneswahrnehmungen aus. 

Eine Tätigkeit wird zugunsten einer anderen zur Nebensache oder läuft als Routine automatisch im Hintergrund ab. Kommt aber eine weitere Aufgabe dazu, zum Beispiel das Bremsen oder ein Fahrmanöver, wird diese langsamer oder zu spät umgesetzt.

Aufs Handy schauen im Straßenverkehr – so gefährlich wie Alkohol im Blut

Dabei werden dann bei entsprechender Geschwindigkeit häufig große Distanzen im „Blindflug“ zurückgelegt. Zum Beispiel: Bei 50 Stundenkilometern Geschwindigkeit eine Sekunde auf das Handy zu schauen bedeutet 14 Meter im Blindflug! Oder anders gesagt: Das Gefahrenpotenzial ist bei einer solchen Ablenkung so hoch wie bei 0,8 Promille Alkohol im Blut!

Jedes Gespräch lenkt uns durch seine Inhalte und Intensität vom Verkehrsgeschehen ab. Es beansprucht zusätzlich unsere Vorstellungskraft, denn Mimik, Gestik und Emotionen des Gesprächspartners fehlen beim Telefonieren gänzlich. 

Jeder Blick weg vom Verkehrsgeschehen könnte der letzte sein

Noch gefährlicher wird es, wenn ein Verkehrsteilnehmer oder eine Verkehrsteilnehmerin darüber hinaus im Internet surft, Nachrichten tippt oder in den sozialen Netzwerken unterwegs ist. Jeder Blick weg vom Verkehrsgeschehen könnte dann der Letzte sein.

Auch die Gruppe der Fußgänger und Radfahrer ist stark betroffen, obwohl sie sich dessen oft nicht bewusst ist. Diese Sicherheit ist trügerisch, weil gerade Kinder und Jugendliche Verkehrssituationen bei Ablenkung falsch einschätzen. Sie sollten jederzeit die uneingeschränkte Aufmerksamkeit und Konzentration auf den Straßenverkehr und nicht auf das Handy richten. Dazu gehört auch, sich nicht durch das Musikhören oder Tragen von Kopfhörern aller Art ablenken zu lassen.

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