Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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Sicher in die Ferien

Polizeikelle
Sicher in die Ferien
Achtung - an alles gedacht? Kindersicherung, Gepäck und Richtgeschwindigkeit... Hier kommen unsere Tipps, damit Sie entspannt und vor allem sicher an Ihrem Urlaubsort ankommen.

Sicherung von Gegenständen im Fahrzeug

Verstauen und sichern Sie alles so in Ihrem Fahrzeug, dass es bei plötzlicher Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver nicht verrutschen oder hin- und herrollen kann. Auch auf eine vernünftige Verteilung der Ladung ist zu achten, wobei die schweren Gegenstände nach unten verstaut werden sollten. Zum Sichern der Ladung können Spanngurte oder Netze genutzt werden. In Kombifahrzeugen sind Trenngitter oder -netze dringend zu empfehlen.   

Ungesicherte Ladung, wie zum Beispiel Getränkeflaschen, ein Smartphone oder Ähnliches, können bei einer Vollbremsung zu tödlichen Geschossen werden! Ein Handy beispielsweise entwickelt bei einer Vollbremsung aus einer Geschwindigkeit von 50 km/h die Energie eines Vorschlaghammers. Oder anders ausgedrückt: Es ist so, als ob Sie von einem Kalksandstein getroffen werden.

Verhalten am Stauende und im Stau

Fahren Sie auf ein Stauende oder auf einen Streckenabschnitt mit zähflüssigem Verkehr zu, schalten Sie frühzeitig die Warnblinkanlage ein, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Kommen Sie zunächst selbst sicher zum Stehen. Bremsen Sie Ihr Fahrzeug nicht abrupt ab, wenn es nicht erforderlich ist! Sie gefährden dadurch sich und den nachfolgenden Verkehr. Halten Sie einen ausreichenden Abstand zu dem vor Ihnen stehenden Fahrzeug und beobachten Sie den nachfolgenden Verkehr im Rückspiegel. Lassen Sie den ersten Gang Ihres Fahrzeugs eingelegt. Besteht die Gefahr, dass ein weiteres ankommendes Fahrzeug Sie nicht erkennt, weichen Sie nach rechts auf den Seitenstreifen oder auch nach links in den Mittelstreifen aus.

Kommt der Verkehr komplett zum Stillstand, steigen Sie nicht aus dem Wagen aus. Dies ist auf Autobahnen prinzipiell verboten. 
Bilden Sie eine Rettungsgasse zwischen dem rechten und dem linken Fahrstreifen, auf dreispurigen Autobahnen zwischen dem mittleren und dem linken Fahrstreifen.

Ist ein Verkehrsunfall die Ursache des Staus und erreichen Sie schließlich die Unfallstelle, fahren Sie vorsichtig, aber dennoch zügig vorbei. Werden Sie nicht zum „Gaffer“ und rechnen Sie damit, dass andere abgelenkt sind.

Rettungsgasse

Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen (sowie auch auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung) mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen eine freie Gasse bilden. Dies geschieht immer zwischen dem äußerst linken Fahrstreifen und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung. Bei zwei Fahrstreifen wird die Rettungsgasse in der Mitte zwischen den beiden Fahrstreifen gebildet. 

Richtgeschwindigkeit

Für Personenkraftwagen und Motorräder existiert in Deutschland keine generell festgesetzte Höchstgeschwindigkeit, sondern nur eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Dabei ist deren Überschreiten nicht verboten. Die Richtgeschwindigkeit wird aber wegen möglicher haftungsrechtlicher Folgen bei Unfällen und im Sinne der Verkehrssicherheit empfohlen. Bedenken Sie immer: Je höher die Geschwindigkeit, desto gravierender können die Folgen bei einem möglichen Unfall sein. 

Panne

Bei einer Fahrzeugpanne halten Sie so weit wie möglich rechts am Fahrbahnrand an. Wichtig ist das sofortige Absichern des Fahrzeugs durch Einschalten der Warnblinkanlage und Aufstellen des Warndreiecks in ausreichender Entfernung. Wenn eine Weiterfahrt nicht mehr möglich ist, verlassen Sie das Fahrzeug und halten Sie sich rechts hinter der Leitplanke auf, während Sie auf den Pannendienst warten. Tragen Sie eine Warnweste.

Falls das noch möglich ist, fahren Sie mit eingeschalteter Warnblinkanlage und im Schritttempo auf dem Seitenstreifen bis zum nächsten Parkplatz oder versuchen Sie, an der nächsten Ausfahrt die Autobahn zu verlassen. Dort stehen Sie sicher. 

Unfall

Wenn Ihr Verhalten zum Unfall beigetragen hat, sind Sie gesetzlich verpflichtet, zunächst am Unfallort zu verweilen. Halten Sie deshalb möglichst auf dem Seitenstreifen an und sichern Sie die Unfallstelle. Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und stellen Sie unter Berücksichtigung Ihrer eigenen Sicherheit in mindestens 100 Metern Entfernung ein Warndreieck auf. Tragen Sie eine Warnweste. Diese ist ab dem 1. Juli 2014 auch in Deutschland verpflichtend in jedem Fahrzeug mitzuführen.
Wenn möglich, gehen Sie hinter den Schutzplanken dem Verkehr entgegen, um die herannahenden Fahrer zu warnen. Verlassen Sie auf jeden Fall den Fahrbahnbereich!

Sollten Sie Erste Hilfe leisten, beachten Sie immer den fließenden Verkehr. Auf Autobahnen hat das Absichern der Unfallstelle absoluten Vorrang, da nur so Folgeunfälle verhindert werden können. Verständigen Sie die Polizei über den allgemeinen Notruf 110 (kostenlos) oder über die Notrufsäule.

Kindersicherung

Kinder müssen während der Fahrt angeschnallt bleiben. Das fällt ihnen vor allem dann einfacher, wenn die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Stellen Sie "Spielregeln" für die Autofahrt auf: Das Herumtollen ist im Auto tabu - es lenkt ab und bedeutet ein Sicherheitsrisiko für alle Insassen, am meisten für die Kinder selbst. Jedes Kind braucht einen Sitzplatz mit einem dem Alter entsprechenden Kindersitz. Bei nicht gesicherten Kindern ist die Verletzungsgefahr extrem hoch. Schon bei einem Aufprall mit 50 km/h schleudert das Kind mit dem Gewicht einer halben Tonne gegen die Windschutzscheibe!

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