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Unser Behördenziel: „Optimierung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in ausgewählten Bereichen um den Hauptbahnhof“

Karte Bahnhofsumfeld
Unser Behördenziel: „Optimierung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in ausgewählten Bereichen um den Hauptbahnhof“
Hintergrund: Bereits im Jahr 2015 kam es im Bereich des Hauptbahnhofes zu einer Häufung von Taschendiebstählen. Das Phänomen „Antanzen“ spielte hierbei eine große Rolle. Tatverdächtige haben sich in einem Internetshop am Berliner Platz getroffen und tagsüber mit Drogen (vorwiegend Marihuana) gedealt.

In den Abendstunden verteilten die Tatverdächtigen sich dann in Trupps in der Innenstadt und entwendeten vorrangig alkoholisierten Opfern Wertgegenstände. Auch andere Delikte, wie Raubüberfälle, Körperverletzungen und Kfz-Aufbrüche wurden durch diese Szene begangen.

Im März 2015 wurde die Ermittlungskommission „Voleur“ gegründet.

Im Rahmen dieser erstellten wir gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft, der Bundespolizei und dem Zoll ein ganzheitliches Konzept.
Durch regelmäßige Razzien setzten wir die Szene unter Druck und konnten unsere Ermittlungsansätze weiter verdichten. So gelang es uns, insgesamt 60 Tatverdächtige festzunehmen.
Folge: Zahl der Taschendiebstähle fällt auf ein Zehnjahrestief!

Im Jahr 2017 entwickelte sich eine Drogenszene an der Engelenschanze. Auch hier wurde vorwiegend mit Marihuana, aber auch mit Ecstasy und Amphetaminen gehandelt. Dabei rückten vor allem der Engelenschanzen-Park und die Kleine Bahnhofsstraße in den Fokus.

Im August 2017 wurde die Ermittlungskommission „Schanze“ eingerichtet.

Durch regelmäßige Kontrollen, Präsenzstreifen und die konsequente Verfolgung von Straftaten konnten wir auch diese Szene eindämmen.

Im November 2017 wurde die „Optimierung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in ausgewählten Bereichen um den Hauptbahnhof“ zu einem der strategischen Behördenziele.

Ziel ist die Reduzierung der Fallzahlen der Straßenkriminalität und sich häufende Delikte in dem ausgewählten Bereich (siehe Grafik) rund um den Bahnhof. Tägliche Präsenz, Platzverweise, Razzien, regelmäßige Kontrollen, verdeckte und offene Maßnahmen sollen zur Erreichung dieses Ziels führen.

Eine Umfeldbefragung sollte repräsentativ Aufschluss über das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger geben, damit Maßnahmen anhand dessen ausgerichtet werden können.

Von Februar 2018 bis 15.07.2018 wurde zur Eindämmung der Drogenkriminalität die Ermittlungskommission „Schanze II“ eingerichtet.

Am Bremer Platz hat sich eine Veränderung der Drogenszene ergeben. Neben Heroin konsumieren die Abhängigen Crack und Freebase (mit Ammoniak aufgekochtes Kokain).

Um dieser Veränderung zu begegnen wurde im Mai 2019 die Ermittlungskommission „Base“ eingerichtet.

 

Frank Kaiser (Leiter der Direktion Kriminalität)